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Probenentnahme

Achten Sie bitte bei der Probenentnahme auf die Verwendung der im Verzeichnis bei den einzelnen Analyten angegeben Entnahmematerialien (z.B. Serum). Das Entnahmematerial schicken wir Ihnen auf Anforderung in den von Ihnen gewünschten Mengen zu.

Die Probenvolumina beziehen sich jeweils auf Einzelanforderungen. Bei Anforderung von mehreren Untersuchungen aus demselben Probenmaterial genügt im Allgemeinen ein vollständig gefülltes Entnahmegefäß (z.B. 9 ml Serum). Bitte beachten Sie ggf. auch spezielle Angaben zu den verschiedenen Untersuchungen.

Serum
Für die meisten laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen ist die Einsendung von Serum erforderlich. Serum (Blutserum) ist der flüssige Anteil des Blutes, den man aus einer durchgeronnenen Blutprobe durch Zentrifugieren erhält. Zur Blutentnahme sollten möglichst Gelmonovetten (9 ml Vacuette® gelb oder 7,5 ml Sarstedt® braun) verwendet werden. Bei der Gerinnung verbinden sich die zellulären Bestandteile des Blutes mit den Blutplättchen und den Gerinnungsfaktoren zum sog. Blutkuchen. Dieser wird durch die Zentrifugation vom Serum abgetrennt, wobei das in den Gelmonovetten enthaltene Gel wegen seiner spezifischen Dichte zwischen Serum und Blutkuchen eine Trennschicht bildet.

Vollblut
Viele Untersuchungen können nur aus Vollblut durchgeführt werden. Hier werden dem Blut je nach Erfordernis Zusatzstoffe (Stabilisatoren, Antikoagulantien) zugesetzt, die eine Untersuchung bestimmter Blutbestandteile (z.B. Blutzellen) gewährleisten. Vollblut darf grundsätzlich nicht eingefroren werden, da beim Wiederauftauen die Probe wegen Hämolyse unbrauchbar wird.

EDTA-Blut
Monovetten mit EDTA-Zusatz (Vacuette® lila oder Sarstedt® rot) müssen z.B. verwendet werden für

  • Molekulargenetische Untersuchungen
  • Blutgruppenbestimmung
  • Irreguläre Antikörper (direkter Coombs-Test)
  • Blutbild-Untersuchungen

Benötigte Probenvolumen:
  • Molekulargenetische Untersuchungen: kleines EDTA-Röhrchen (3ml) mindestens halb gefüllt
  • Blutgruppenbestimmung: großes, gefülltes EDTA- Röhrchen (8-9 ml) Achtung: Nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)" (Pkt. 4.2.4) ist für eine Blutgruppenbestimmung "eine für diesen Zweck bestimmte und geeignete Blutprobe erforderlich."
  • Irreguläre Antikörper (direkter Coombs-Test): großes, gefülltes EDTA-Röhrchen (8-9 ml)
  • Kleines Blutbild/Differenzialblutbild: kleines, komplett gefülltes EDTA-Röhrchen (3ml)

EDTA-Plasma
Bei einigen der im Verzeichnis aufgeführten Analyte, bei denen EDTA-Plasma als Probenmaterial angegeben ist, handelt es sich z.T. um sehr empfindliche Parameter (z.B. HIV-RNA). Das Blut muss in einer EDTA-Monovette abgenommen und sofort nach der Abnahme zentrifugiert werden. Anschließend muss der Überstand (Plasma) in ein neutrales Röhrchen pipettiert und gekühlt gelagert werden. Ein schneller Transport in das Labor ist sicherzustellen.

Citrat-Blut
Für viele Untersuchungen innerhalb der Gerinnungsdiagnostik (z.B. Quick-Wert, PTT, Protein C/S-Aktivität, Antithrombin III-Aktivität) müssen Monovetten mit Citrat-Zusatz (Vacuette® türkis oder Sarstedt® grün) verwendet werden Ist ein taggleicher Transport in das Labor nicht möglich, muss die Probe zentrifugiert, anschließend der Überstand abpipettiert und tiefgefroren werden.

Heparin-Blut
Monovetten mit Heparin-Zusatz (Vacuette® grün oder Sarstedt® orange) müssen verwendet werden für zytogenetische bzw. molekularzytogenetische Untersuchungen aus Blut (z.B. periphere Lymphozyten).

Empfohlene Lagerungstemperaturen von Probenmaterial

Probenmaterial Lagerungsbedingungen
Serum
(alle Untersuchungen)
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
EDTA-Blut
(Blutbild, Lymphozytendifferenzierung, HLA B-27/HLA-Typisierung)
Raumtemperatur
EDTA-Plasma
(Viruslastbestimmung (z.B. HIV))
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Citrat-Blut/ -Plasma
(Gerinnungsuntersuchungen)
Raumtemperatur bis ca. 6 Stunden, ggf. einfrieren
(< -18°C)
Heparin-Blut
(Zytogenetische Untersuchungen)
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Fruchtwasser
(Pränataldiagnostik)
Raumtemperatur
Abstriche
(Molekularbiologie, Mikrobiologie)
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Blutkulturen
(Nachweis von Erregern)
Wärme-/Brutschrank
(ca. +36°C)
Liquor
(Immunologische Untersuchungen)
Kühlschrank (+2°C - +8°C)
Urinproben
(Alle Untersuchungen)
Kühlschrank (+2°C - +8°C)

 

Institut für Medizinische Genetik und Molekulare Medizin -
Praxisgemeinschaft für Laboratoriumsmedizin und Humangenetik -
Laboratorium
Dr. Alexander Jung

Dr. rer. nat. Alexander Jung (Arzt)
Dr. med. Dipl. Heilpäd. Helena Jung
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